10. Februar 2021

Unterschutzstellungserlass der Regierung der DG wurde im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht

Die Regierung der DG hatte das Areal „An der Burg“ in einem ersten Erlass vom 23. Dezember 2020 vorläufig unter Schutz gestellt. Nachdem festgestellt wurde, dass die in diesem Erlass angegebene Adresse „Bahnhofstraße 33“ nicht korrekt ist, wurde der Erlass – um einen Formfehler zu vermeiden – am 14. Januar 2021 in einer korrigierten Fassung von der Regierung neu verabschiedet. Ab diesem Datum gelten alle nachfolgenden Fristen, u.a. die Wirksamkeit der vorläufigen Unterschutzstellung (1 Jahr nach Beschlussfassung, also bis zum 14. Januar 2022). Mit der Zustellung des Erlasses an die Eigentümer der betroffenen Parzellen wurden die in diesem Erlass formulierten Auflagen zum Schutz der archäologischen Stätte ihnen gegenüber wirksam.

Mit der Veröffentlichung des Erlasses im Belgischen Staatsblatt am 10. Februar 2021 ist der Erlass mit allen Auflagen nun auch Dritten (so z.B. einer Bauträgergesellschaft) gegenüber wirksam/rechtskräftig.

Auszug aus dem Staatsblatt vom 10. Februar 2021 >>>Link zu msg-Datei

(Lorenz Paasch)

01. Februar 2021

„Arbeitsgruppe BURG“ tagte zum ersten Mal am 01. Februar.

Unter dem Vorsitz des für Raumordnung zuständigen Schöffen Roland GILSON und in Anwesenheit von Bürgermeister Herbert GROMMES nahm die vom Stadtrat in seiner Sitzung vom 27. Januar eingesetzte „Arbeitsgruppe BURG“ ihre Arbeit auf. Ihr gehören neben dem zuständigen Schöffen R. GILSON an: die Stadtratsmitglieder Melanie DUPONT, (Jana MÜSCH), Leo KREINS, Erik SOLHEID und die drei Vertreter*innen der Bürgerinitiative BIBURG Anny MATHEY, Klaus-Dieter KLAUSER und Lorenz PAASCH an. Die Fachabteilung des Ministeriums der DG war vertreten durch Frau Sabrina GOENEN.

Die Mitglieder der AG erörterten den Sachstand in der Frage der Unterschutzstellung des Areals allgemein und insbesondere die Abgrenzung des Schutzbereichs mit den Auswirkungen für die Eigentümer der zu diesem Bereich gehörenden Parzellen. Einigkeit bestand darin, dass die vorläufig unter Schutz gestellte Parzelle 51/K, auf der das Appartementgebäude OPWYDO geplant war, in ihrer gesamten Fläche im öffentlichen Interesse endgültig unter Schutz gestellt werden muss; eine Teilbebauung im Rahmen einer abgeänderten Bauplanung für ein Appartementgebäude sei – darin waren sich die Mitglieder der AG einig – nicht annehmbar. Der untere Teil der Parzelle, auf dem keine weiteren Funde gemacht würden, sollten der Inwertstellung der archäologischen Stätte dienen (Errichtung eines flachen Gebäudes mit Empfangsraum für Besucher, Ausstellungsraum für die gefundenen Objekte, Empfangs- und Projektionsraum für Schulklassen, …). Diese Idee sollte in den kommenden Wochen/Monate in das zu erstellende Konzept der Gestaltung des Areals mit aufgenommen werden.

Im Hinblick auf die Ausarbeitung dieses Konzeptes hat das Gemeindekollegium auf Empfehlung der BIBURG Kontakt mit Joachim ZEUNE, einem der bekanntesten Burgenexperten Deutschlands, aufgenommen (Joachim Zeune – Wikipedia), der zugesagt hat, das Areal in St. Vith zunächst zusammen mit den Mitgliedern der AG Burg zu besichtigen und sich dann entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen er im Auftrag der Stadt St. Vith ein Konzept für die Inwertstellung des Areals erstellen würde.

Wissenschaftliches Symposium

Die Mitglieder der BIBURG unterbreiteten der AG Burg den Vorschlag, am 25. März ein wissenschaftliches Symposium mit Beteiligung von Experten u.a. aus Luxemburg und Deutschland über den historischen Kontext der Ausgrabungen in St. Vith zu organisieren. Dieses Symposium sollte unter der Schirmherrschaft der Stadt St. Vith und der Regierung der DG stehen. Wegen der Coronakrise soll es Online stattfinden, es aber dennoch allen Interessierten ermöglichen, sich daran auch online zu beteiligen. Federführend für dieses Projekt ist der St. Vither Prof. Dr. Andreas FICKERS, Mitglied der BIBURG und Direktor des „Centre for Contemporary and Digital History“ an der Universität Luxemburg.

Auf das Programm und die Organisation dieses spannenden Symposiums werde wir in den kommenden Wochen an dieser Stelle noch näher eingehen.

(Lorenz Paasch)

29. Januar 2021

Öffentliches Untersuchungsverfahren zur Unterschutzstellung der archäologischen Stätte „An der Burg“ eingeleitet.

Am Freitag, 29.01.2021, wurde im Grenz-Echo (Seite 10) und auf der Webseite der Stadtgemeinde die Bekanntmachung des Gemeindekollegiums veröffentlicht, dass ein Untersuchungsverfahren zum Vorhaben, die archäologische Stätte „An der Burg“ unter Denkmalschutz zu stellen, eingeleitet wurde.
Den vollständigen Text der Bekanntmachung finden Sie unter  www.st.vith.be/Gemeinde/Aktuelles/Stadtebauamt/Denkmalschutz-Bekanntmachung 

Jede(r) Bürger*in – unabhängig von seinem Wohnsitz – kann
– die Akte zu diesem Vorhaben im Rathaus der Stadt St.Vith, Büro 08 (Städtebauamt) – am besten nach vorheriger Terminabsprache (Tel. 080 280 127) – einsehen.
– Anmerkungen zu diesem Projekt bis zum 16. Februar 2021 schriftlich an das Gemeindekollegium der Stadt St. Vith, Rathausplatz 1, adressieren.

Etwas tiefer finden Sie den Link zu den entsprechende Vorlagen für diese Eingabe, die Sie selbstverständlich abändern oder/und ergänzen und mit einfacher Post versenden können. Eine Eingabe per Email ist in der Bekanntmachung (leider) nicht vorgesehen.
Unsere Empfehlung: Scannen Sie die ausgefüllte Vorlage und senden Sie diese per Email an das Städtebauamt (olivier.pip@st.vith.be).

Lorenz Paasch

Vorlage für Ihre Eingabe (Word-Dokument) >
Vorlage für Ihre Eingabe (PDF-Dokument) >

27. Januar 2021

Stadtrat stellt die Weichen in Richtung definitive Unterschutzstellung und Erhalt der archäologischen Stätte “An der Burg”.

Der St. Vither Stadtrat hat am 27.01.2021 einstimmig beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, um Vorschläge für die künftige Nutzung des Geländes und der archäologischen Funde auszuarbeiten. Dazu hatte die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft aufgefordert, nachdem sie den Antrag des Gemeindekollegiums auf vorläufige Unterschutzstellung genehmigt hatte. Diese Vorschläge sollen innerhalb von 60 Tagen vorgelegt werden.

In der öffentlichen Stadtratssitzung erklärte Schöffe Roland Gilson, es gehe primär um eine mögliche Perspektive für das Gelände und die Funde. Diese Vorbesprechungen sollten auf eine breite politische und gesellschaftliche Basis gestellt werden.

Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus je einem Vertreter jeder Stadtratsfraktion, dem Bürgermeister, dem zuständigen Schöffen, einem Vertreter des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft und 3 Vertretern der Bürgerinitiative Burg.

Neben Schöffe Roland Gilson (der die Sitzungen leiten wird) und Bürgermeister Herbert Grommes einigte sich der Stadtrat auf Melanie Dupont (zunächst vertreten durch Jana Müsch), Leo Kreins, und Eric Solheid als Mitglieder der AG. Die Bürgerinitiative wird durch Anny Mathey, Lorenz Paasch und Klaus-Dieter Klauser vertreten sein. Hinzu kommen externe Experten aus dem Bereich Archäologie und Inwertsetzung von historischen Elementen.

Um keine Zeit zu verlieren, wird sich die Arbeitsgruppe bereits in der ersten Februarwoche treffen.

Damit hat das Gemeindekollegium und der Stadtrat dem Vorschlag der BIBURG zur Bildung einer Arbeitsgruppe mit ihrer Beteiligung vollauf zugestimmt. Die BIBURG wird sich bemühen, diesem Vertrauen gerecht zu werden und sich mit voller Energie in die Überlegungen dieser Arbeitsgruppe einzubringen.

Der Stadttrat hat außerdem das Gemeindekollegium beauftragt, auf die endgültige Unterschutzstellung hinzuarbeiten. Ferner soll ein erfahrenes Büro oder Institut damit beauftragt werden, ein inhaltliches und gestalterisches Vorkonzept mit einem Maßnahmenplan zu erstellen, damit die archäologische Stätte „An der Burg“ dauerhaft erhalten und kulturell bzw. touristisch in Wert gesetzt werden kann.

Der Stadtrat bittet die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dieses Vorhaben als „regionale Aufgabe“ anzuerkennen.

Guido Arimont


23. Dezember 2020

Die Forderungen und Erwartungen unserer Bürgerinitiative an die Regierung wurden bis hierhin voll und ganz erfüllt.

Konzept für zukünftige Gestaltung der Fundstelle eine Herausforderung der zu schaffenden neuen städtischen Arbeitsgruppe

Der Erlass zur vorläufigen Unterschutzstellung des Areals „An der Burg“ wurde von der Regierung der DG in ihrer Sitzung vom 23. Dezember 2020 auf Vorschlag der für den Denkmalschutz zuständigen Fachministerin Isabelle Weykmans und nach Vorbereitung der Akte durch Frau Audrey Olbertz, Sachbearbeiterin im archäologischen Dienst des Ministeriums, verabschiedet.

In ihrer Begründung greift die Ministerin weitgehend die Argumente auf, die von der BI-BURG vorgetragen wurden: die archäologischen Funde seien von „herausragender historischer Bedeutung“ und hätten einen „großen identitätsstiftenden Wert, wovon das sehr rege öffentliche Interesse und die Gründung einer Bürgerinitiative“ zeuge. In der Erwägung, „dass eine Nutzung der archäologischen Stätte sowie ihre Zugänglichkeit im öffentlichen Interesse zu rechtfertigen“ sei, stellt die Regierung fest, „dass aufgrund der Ausmaße und der Befunde eine gleichzeitige Bebauung bei vollem Erhalt der Befunde ausgeschlossen sei“. So schlussfolgert sie auf die „Nichtvereinbarkeit einer Bebauung im Hinblick auf eine öffentliche Nutzung, die gewährleisten soll, dass das Gelände dauerhaft zugänglich sei“.

Der Erlass legt fest:
Die Parzelle Gemarkung 1, Flur G, 51K² (=Bauparzelle OPWYDO) wird vorläufig als archäologische Stätte unter Schutz gestellt,
der Schutzbereich wird auf die angrenzenden Parzellen ausgedehnt,
jegliche Erschließung oder Bebauung, die sich negativ auf die archäologische Stätte auswirkt, ist verboten.

Was sind die unmittelbar nächsten Schritte?
Der Erlass wird den Eigentümern zur Stellungnahme zugestellt und wird dem Gemeindekollegium zwecks Bekanntmachung durch Aushang und Veröffentlichung in einer Tageszeitung und einem Anzeigeblatt zugestellt. Während 15 Tagen wird dann die Akte zur Einsichtnahme bei der Stadtverwaltung ausgelegt und jede(r) Bürger*in kann dem Gemeindekollegium seine/ihre Anmerkungen im Hinblick auf eine endgültige Unterschutzstellung übermitteln. (Auf dieses Verfahren werden wir von der BI-BURG hier noch detailliert eingehen.)
Die Ausgrabungen werden voraussichtlich im Frühjahr fortgesetzt um das gesamte Areal archäologisch zu erkunden.
Die Stadt St. Vith ist gefordert, der Regierung ein Konzept/Projekt vorzulegen, wie die archäologische Stätte gestaltet werden soll, wobei im Rahmen dieses Projektes der nachhaltige Schutz der Funde und der öffentliche Zugang zu den Fundstätten gewährleistet werden muss. Das wird die Herausforderung für die Arbeitsgruppe sein, der auf Vorschlag des Gemeindekollegiums neben den Mitgliedern des Stadtrates auch – gemäß unserer Anfrage – Vertreter*innen der BI-BURG angehören sollen.

Lorenz Paasch

Die Unterschutz gestellte archäologische Stätte und der erweiterte Schutzbereich – Eine Draufsicht auf die betroffenen Parzellen >

Erlass der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur vorläufigen Unterschutzstellung als archäologische Stätte >


Ergebnisse der im Herbst 2020 durchgeführten Grabungen liegt vor

Grabungsleiter Dr. W. Messerschmidt berichtet in seinem Kurzbericht von völlig neuen Erkenntnissen zur Entstehungsgeschichte der Stadt St.Vith.
Zum ausführlichen Dokument mit Bildern und Planansichten >


Treffender kann man die Bedeutung der Funde kaum beschreiben:

Kgl. Denkmalschutzkommission: Die archäologische Stätte “ein Kulturdenkmal von besonderem Rang” sollte unbedingt erhalten bleiben.

Wegen seiner Bedeutung für die Entscheidungsfindung der Ministerin/der Regierung in der Frage der Unterschutzstellung des Areals geben wir hier den vollen Wortlaut des Gutachtens der KDLK vom 14. Dezember 2020 wieder. Treffender kann man die Bedeutung der Funde kaum beschreiben:

“Die bei einer archäologischen Maßnahme freigelegten Teile einer mittelalterlichen Befestigungsanlage in der Stadt St. Vith sind im Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft einmalig. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten ist die Sichtbarkeit eines Teils der ehemaligen Stadtbefestigung von St. Vith eindrucksvoll gegeben. Größe, Monumentalität und guter Erhaltungszustand der bisher freigelegten Teile der Anlage sind  für die Erlebbarkeit der Ortsgeschichte und für den Denkmalwert gleichermaßen von Belang. Die vermutlich aus dem 13./14. Jahrhundert stammende archäologische Stätte sollte unbedingt erhalten bleiben.

Aufgrund der am 10. Dezember erfolgten Ortsbesichtigung spricht sich die Kommission entschieden für eine über die bloße Dokumentation der Grabungsergebnisse hinausgehende Maßnahme aus. Die Erhaltung der Fundstätte als wichtiges Geschichtszeugnis liegt nach Meinung der KDLK im öffentlichen Interesse, wie dies auch im Antrag des Gemeindekollegiums der Stadt St. Vith festgestellt wurde.

Die Fundstätte wirft zahlreiche Fragen auf. So muss in diesem Bereich mit weiteren archäologischen Strukturen gerechnet werden, die in ihrer Ausdehnung nicht erfasst werden können und sich zum jetzigen Zeitpunkt allenfalls vermuten lassen. Es besteht daher ein berechtigtes wissenschaftliches In t eresse an der weiteren Erforschung der archäologischen Stätte.

Im Hinblick auf die Gesamtsituation müssen auch auf den Denkmalwert beruhende kulturhistorische, ökonomische oder gar touristische Werte in den Blick genommen werden. Dabei gilt es u.a. zu vermeiden, dass eine Unterschutzstellung ohne weitere Perspektive beschlossen wird. Die künftige Nutzung des Areals und der Erhalt der archäologischen Stätte erfordern vor dem Hintergrund der großen Tragweite der Entscheidung von allen Beteiligten konstruktives und verantwortungsbewusstes Handeln, das vorrangig in einem dringend vorzulegenden Konzept zum Ausdruck gebracht werden müsste.

Die eindrucksvollen Reste der mittelalterlichen Befestigungsanlage stellen ein bedeutendes Dokument der Ortsgeschichte dar. Durch ihren Erhalt würden sie maßgeblich zu Erscheinungsbild, Identität und Charakter der Stadt beitragen, die 1944 vollständig zerstört wurde und als alleiniges historisches Relikt nur noch über den Büchelturm des 14. Jahrhunderts als geschütztes Denkmal verfügt.

Bei den Resten der Stadtmauer bzw. ,,Burg” handelt es sich um ein Kulturdenkmal von besonderem Rang für die gesamte Region. Um den Denkmalwert, dessen Erfahrbarkeit und das Bodenarchiv nachhaltig zu schützen, ist eine vorläufige Unterschutzstellung des Areals unabdingbar. Die KDLK tritt daher für die sofortige Unterschutzstellung als archäologische Stätte des Geländes “An der Burg” in St. Vith, insbesondere aus orts- und regionalgeschichtlichen Gründen, ein.

Eupen, den 14. Dezember 2020
Yvette Willems, Sekretärin  –  Rudolf Kremer, Präsident

Der zweiseitige Bericht der Königlichen Denkmal- und Landschaftsschutzkommission im PDF-Format >


„Das kann und darf nicht sein!“, lauten Kommentare aus der Bevölkerung.

Bis Oktober 2020 konnte man sich unter der Bezeichnung „An der Burg“ nur wenig vorstellen. Seit diesem Monat aber bringen die Ausgrabungsarbeiten immer mehr zu Tage, so dass Anfang November großartige Funde aus dem Spätmittelalter immer sichtbar werden: Stadtbefestigungsmauer, zwei Rundtürme, Wassergraben, etc. Die Ausgrabungsmannschaft ist der festen Überzeugung, dass bei weiteren Grabungen noch mehr Grundmauern der ehemaligen Burganlage freigelegt werden können.

„Das kann und darf nicht sein!“, lauten Kommentare aus der Bevölkerung, die nicht einsehen will, dass die gefundenen Mauern, die älter als der Büchelturm sind, nicht für jedermann sichtbar erhalten werden. Sie sind – darin sind sich viele einig – Allgemeingut und müssen im öffentlichen Interesse auch in die öffentliche Hand übergehen. Dieses Bestreben stößt verständlicherweise auf den Widerstand der Immobilienentwicklungsgesellschaft EIFFAGE, die einen Wohnkomplex mit 33 Wohnungen auf diesem Areal errichten will und dafür auch bereits über eine gültige Bauerlaubnis verfügt, die am 31. März 2020 – also VOR den Sondierungsgrabungen – erteilt wurde. Sie schlägt nun vor, die Mauerfunde in das private Wohngebäude OPWYDO zu integrieren, was aber nicht funktionieren kann.

Ist eine Integration in den geplanten Wohnkomplex OPWYDO überhaupt möglich?

Die weiteren Forderungen unserer Bürgerinitiative an Stadt und Deutschsprachige Gemeinschaft
Zum Beitrag von Lorenz Paasch >




Bei ZVS.be beschreibt Klaus-Dieter Klauser die Bedeutung des Areals

und zitiert aus der Feder von H. Reiners und H. Neu (1935) in den „Kunstdenkmäler von Eupen-Malmedy“: „Auf demGrundstück ‚An der Burg‘  ist von einem andern Turm ein halbes Untergeschoss erhalten mit Kuppelgewölbe und anschließendem Mauerrest. … Die Burg war in die Stadtbefestigung einbezogen … und lag im Nordosten an der Bahnhofstraße, wo der Flurname ‚An der Burg‘ ihren Platz bezeichnet. Sie war Sitz der Beamten der Herrschaft und mit einem Wassergraben umgeben; i. J. 1621 werden ihre Mauern und Türme als gut bezeichnet. Außer den Wohntürmen enthielt sie Scheunen zur Aufnahme der einkommenden Naturalabgaben. … Heute sind nur mehr schwache Fundamente von zwei Rundtürmen aus Bruchstein und Reste von zwei rechtwinklig verbundenen Mauerzügen zu erkennen.“ 

Erfahren Sie viel Wissenswertes auf der ZVS-Website mit Beiträgen von Klaus-Dieter Klauser/Ehrenvorsitzender

  • Ergebnisse der archäologischen Sondierungsgrabung vom Juni 2020
  • Bürgerinitiative
  • Umfangreichere Grabungen ab dem 19.Oktober 2020 
  • Was weiß man bisher von der St.Vither Stadtbefestigung?
  • Überreste der Stadtmauer auf alten Karten und in anderen Publikationen

Aktuelle Bilder von der Grabungsstelle

Blicke auf zwanzig Arbeitstage (Oktober-November 2020) an der Fundstelle im Herzen der Stadt.

Zur Bildergalerie >

Ein Blick in den Aktivitäten-Kalender der Bürgerinitiative ab Juni 2020

Zu den Kalendereinträgen >

Presse

Ostbelgiens Presse (GrenzEcho, BRF-Belgischer Rundfunk und Kurier-Journal) begleitet die Ausgrabungsarbeiten und beleuchtet die Problematik der Geschehnisse

Zu den Pressebeiträgen >