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Am Freitagabend 20. November 2020 übergab eine Delegation unserer Bürgerinitiative einen ersten beachtlichen Teil der inzwischen eingegangenen Unterschriften unserer Aktion “Rettet die Burg” an die Vertreter des Gemeindekollegiums. Eine anschauliche Verpackung des Kartons sorgte für viel Gesprächsstoff beim anschließenden gemeinsamen Austausch, wobei der Bürgermeister Herbert Grommes berichtete, das Gemeindekollegium habe den Antrag auf vorläufige Unterschutzstellung bei der Regierung eingereicht und das Kollegium werde dem Stadtrat vorschlagen, eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung der BI-BURG zu bilden. (Fotos: Erwin Kirsch)

Die Bürgerinitiative wird nicht müde

auch wenn vorerst Ruhe auf der Baustelle einkehrt, will das nicht heißen, dass die BI-BURG müde wird, ihre Forderung nach einer definitiven Unterschutzstellung bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft  – jetzt in Zusammenarbeit mit den Stadtverantwortlichen – weiterhin zu bekräftigen, vor allen Dingen, weil sie sich nicht vorstellen kann, die jetzt sichtbar gemachten Funde eines Tages wieder unter der Erde verschwinden zu sehen. „Das kann und darf nicht sein!“, lauten Kommentare aus der Bevölkerung, die nicht einsehen will, dass die gefundenen Mauern, die älter als der Büchelturm sind, nicht für jedermann sichtbar erhalten werden. Sie sind – darin sind sich viele einig – Allgemeingut und müssen im öffentlichen Interesse auch in die öffentliche Hand übergehen. Dieses Bestreben stößt verständlicherweise auf den Widerstand der Immobilienentwicklungsgesellschaft EIFFAGE, die einen Wohnkomplex mit 33 Wohnungen auf diesem Areal errichten will und dafür auch bereits über eine gültige Bauerlaubnis verfügt, die am 31. März 2020 – also VOR den Sondierungsgrabungen – erteilt wurde. Sie schlägt nun vor, die Mauerfunde in das private Wohngebäude OPWYDO zu integrieren.

Das gesamte Projektareal birgt großes archäologisches Potential

Bei diesen Grabungen wurden Teile eines Turmes und Teile der nördlichen Stadtmauer freigelegt, die von Dr. Messerschmidt, Archäologe und Grabungsleiter des mit den Grabungen beauftragten Unternehmens Goldschmidt aus Düren bereits als “außerordentlich bemerkenswert” qualifiziert wurden, wobei er in seinem Bericht davon ausging, “dass die Mauerzüge auch noch in größerer Tiefe gut erhalten sind und weitere, bei dem erreichten Planumsniveau nicht erkannte Mauern vorhanden sind”Er schlussfolgerte: “Das gesamte Projektareal birgt, sowohl extra muros als auch intra muros, großes archäologisches Potential, allerdings wird dies momentan durch Bauschutt beeinträchtigt.

20 Tage Ausgrabungen im Bild

Erwin Kirsch war fast jeden Tag mit der Kamera auf der “Baustelle”, Michael Leufgen überflog das Gelände vorher, zur Halbzeit und zum Abschluss der Grabungsarbeiten mit seiner Drohne. Seine Luftansichten hielt er für uns im Bild und Video fest.

Ein Blick in unseren Aktivitätskalender

Es war von Beginn an das erklärte Ziel der BI-BURG, die Stadt St. Vith und die Deutschsprachigen Gemeinschaft davon zu überzeugen, die im Juni 2020 bereits teilweise freigelegten, wohl ältesten baulichen Relikte der mittelalterlichen Stadt St. Vith zunächst vorläufig und sodann – abhängig vom Ergebnis weiterer Grabungen – definitiv unter Denkmalschutz zu stellen, sie im dauerhaft zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugängig zu machen. Die BI-BURG engagierte sich bis dato auf vielfältige Weise, um dieses Ziel zu erreichen; die bisherigen Maßnahmen und Termine sind in unserem regelmäßig aktualisierten „Tagebuch“ aufgezeichnet.

Warum es Sinn macht unsere Petition weiterhin zu unterschreiben.

Am 7. Juli 2020 adressierten wir eine „Petition“ an die Deutschsprachige Gemeinschaft, in der wir die Unterschutzstellung und den Erhalt des Ausgrabungsareal forderten.  Sie bleibt weiterhin die Richtschnur für unsere Aktivitäten, die uns Schritt für Schritt der endgültigen Unterschutzstellung des Areals – näherbringen werden.

Ziele unserer Bürgerinitiative

Im Juni 2020 wurden auf dem Areal „An der Burg“ in St. Vith – gelegen zwischen dem Zentrum TRIANGEL und der Pfarrkirche – archäologische Sondierungsgrabungen im Auftrag des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft durchgeführt.

Wir über uns

Wer sind die Männer und Frauen, die sich seit Juni 2012 in der „Bürgerinitiative zum Schutz und Erhalt des archäologischen Erbes der Stadt St. Vith“ zusammengetan haben und den größten Teil ihrer Freizeit für dieses Ziel opfern: “Das Areal „An der Burg“ gehört uns allen und wir werden nicht ruhen bis die definitive Unterschutzstellung erreicht und der Erhalt der Burgruinen in einem öffentlichen Park gesichert ist.”

Online-Infoabend „frei Wohnzimmer“Die BI-BURG lädt ein am Samstag 5. Dezember 2020, um 20.15 Uhr

Ein gemütlicher Abend auf dem heimischen Sofa mit vielen Infos rund um die Burg St.Vith und die Geschichte einer ganzen Region.

So erfahren Sie die letzten Neuigkeiten zu den Ausgrabungen, aber auch Interessantes und Wissenswertes aus der Vergangenheit, direkt live über Youtube zu Hause. Ein Live-Chat ermöglicht einen direkten Kontakt zu Animatoren und Rednern.

Stadtführerin Karin Messerich zeigt uns die Sehenswürdigkeiten und erläutert die Geschichte der Stadt St.Vith, Guido Arimont berichtet von der damaligen Lebensweise und der Flora & Fauna unserer Region. Historiker Andreas Fickers wird durch den Abend führen. Zudem haben wir mit Mario Jates einen Biersommelier aus Schoppen verpflichten können, der uns seine Online-Plattform für diesen Abend zur Verfügung stellt.

Jeder der an dieser Veranstaltung teilnehmen möchte, kann sich am Samstagabend 05.12.2020 ab 20:00 Uhr auf Youtube einloggen und unter „bollecious“ ab ca. 20:00 Uhr die Live- Veranstaltung finden.

Wer Sinn und Lust hat, kann auch ein Verkostungspaket im Online-Shop von Mario Jates (www.bollecious.be) bestellen, das neben Honig von Karin Messerich und Trockenwurst der Metzgerei Gritten sowie einem Souvenir  des Tourismusamtes vier regionale Biere enthält, die während des Abends verkostet werden und mit deren Vorstellung zwischen den Vorträgen jeweils eine Brücke zu den verschiedenen Themengebieten des Abends geschlagen wird.
Das Verkostungspaket wird innerhalb Ostbelgiens kostenlos nach Hause geliefert, und enthält noch einmal den Zugangslink zur Live-Veranstaltung.

Der Reinerlös aus dem Verkauf geht in die BI-Kasse und wird für die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit genutzt.

Die BI würde sich über eine rege Teilnahme freuen.

Ostbelgiens Presse berichtet
GrenzEcho und BRF-Belgischer Rundfunk
Neu mit BRF-Videos vom 10.11.2020

Aus der Vogelperspektive
MIKAVISION-Drohnenbilder vom Ausgrabungsgelände

Unterschriftenaktion: Unser Aufruf an die Bevölkerung zur Unterstützung macht weiterhin Sinn.

Erstes Ziel erreicht – weitere Aufgaben stehen an

Unsere bisherigen „Maßnahmen“ und Termine